Neuigkeiten
2012-11-08
Jobcenter Wilhelmshaven: „50plus-Jobcoaches“ erfolgreich
2012-04-04
Bewerbercafe gut angekommen
Wilhelmshavener Zeitung vom 04.04.2012
Ältere Arbeitssuchende können sich austauschen
Gerade ältere Arbeitnehmer haben es Häufig schwer, eine neue Stelle zu finden. Sich dann mutlos in den eigenen vier Wänden zu verstecken, ist in solchen Fällen die schlechteste Antwort darauf. Besser ist ein Gang ins Bewerbercafe in der Schellingstraße 19 in Wilhelmshaven. Seit seiner Eröffnung im Februar hat sich die neue Anlaufstelle gut herumgesprochen. Immer mehr Bewerber der sogenannten Zielgruppe 50plus nehmen das Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Beschäftigungspakt „arbeitsmarkt50.de“ des Jobcenters Wilhelmshaven und der Volkshochschule und Musikschule Wilhelmshaven ins Leben gerufen wurde, an.
Das Cafe bietet montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr die Möglichkeit, Bewerbungsunterlagen zu aktualisieren und auszudrucken, Unterlagen einzuscannen, die aktuelle Presse zu studieren, sich in die Fachliteratur über neueste Bewerbungsstandards zu informieren oder sich bei Kaffee, Tee und kleinen Snacks auszutauschen. Gleichzeitig steht jederzeit geschultes Fachpersonal zur Verfügung, um Besuchern mit Rat und Tipps zur Verfügung zu stehen.
Zudem bietet das Bewerbercafe in regelmäßigen Abständen Aktionstage an wie beispielweise Nordic Walking, „Gesund und fit im Alter“, „Zeitarbeit – wir gehen mit der Zeit“, „Raus aus den Schulden“. Besucher können dabei eigene Ideen einbringen und umsetzten. Eingeladen sind alle über 50-jährigen Arbeitsuchenden, die ungezwungen zusammenkommen möchten, um ihre Bewerbungsbemühungen zu intensivieren, oder den „Klönschnack“ mit anderen in gleicher Situation suchen.
2011-12-06
Integration lohnt sich in jedem Alter
Projekt der Volkshochschule beendet – Zwei Teilnehmern Arbeitsstellen vermittelt
VON MAIK MICHALSKI
WILHELMSHAVEN An der Tür des Klassenraumes an der Schellingstraße steht der Willkommensgruß gleich in mehreren Sprachen – neben Deutsch noch in Arabisch, Polnisch, Ukrainisch, Russisch und Serbisch: 16 Arbeitslose mit Migrationshintergrund aus fünf Nationen haben ein halbes Jahr die Schulbank gedrückt und ihre Deutschkenntnisse in 200 Stunden um eine Stufe bis auf das Sprachniveau „A1“ gebracht. Das heißt, sie können eigenständig Sätze bilden und eigene Gespräche auf Deutsch führen. Jetzt fand zum Abschluss des Projektes, das von der Volkshochschule angeboten wurde, ein Essen statt. „Zwei Teilnehmern konnten Arbeitsstellen vermittelt werden“, beschreibt Projektleiterin Ilka Martens den großen Erfolg der Maßnahme. Das Jobcenter hatte im Zuge des Beschäftigungspaktes Jade-Weser-Region die Maßnahme für ältere Arbeitslose ab 50 mit Migrationshintergrund konzipiert. „Diese Menschen fallen oft wegen fehlender oder unzureichender Deutschkenntnisse durch das Raster“, erklärt Minou Kiani, Paktkoordinatorin beim Job-Center. Der Erfolg gibt den Organisatoren Recht. Nun soll ein Fortführungskursus für die Absolventen angeboten werden. „Der wird unter allen Bildungsträgern ausgeschrieben“, so Kiani. Doch nicht nur das Konjugieren und Deklinieren von Verben wurde den Migranten beigebracht. „Es wurden auch berufsbezogene Kenntnisse vermittelt“, erklärt Hans Knopp. Der ehemalige Realschullehrer war der Deutsch-Dozent des Kurses. Das Jobcenter hatte in Zusammenarbeit mit der Migrationsberatung der Stadt vor dem Kursus alle Kunden ab 50 Jahren eingeladen. Die Integrationslotsen hatten die Kursinhalte dabei in die jeweilige Landessprache der Migranten übersetzt. Das wäre jetzt nicht mehr notwendig. Ilka Martens bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihr Engagement. „Es war eine tolle Gruppe“, sagt sie sichtlich gerührt. Das gemeinsame Lernen habe sehr viel Spaß gemacht; zumal nicht nur Deutsch, sondern auch Unternehmungen wie Nordic-Walking, Gymnastik oder das Spielen mit der Spielkonsole „Wii“ zur Auflockerung auf dem Programm standen.Nach den Worten ging es zum Büfett, zu dem jeder Teilnehmer beziehungweise jede Teilnehmerin etwas Kulinarisches beigetragen hatte.
© Copyright Wilhelmshavener Zeitung vom 06.12.2011
2011-11-01
Arbeitslose fassen neuen Mut
Qualifizierung Perspektive 50plus: Beschäftigungspaket für Ältere in der Region
Die Tischlerei Günther Harde hat zwei neue Mitarbeiter eingestellt. Sie wurden für den Betrieb qualifiziert. Von Ulrich Schlüter
Rodenkirchen - Die Tischlerei Günther Harde hat sich über die Grenzen der Wesermarsch hinaus einen guten Namen gemacht. Und das Unternehmen expandiert weiter. Es sei jedoch immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sagte Firmeninhaber Stefan Pieperjohanns am Freitag. Mittlerweile sind rund 40 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende, bei der Bau- und Möbeltischlerei in Rodenkirchen angestellt. „Wir haben bisher jeden Lehrling übernommen“, betonte er. [Ganzer Artikel]
2011-10-01
Mit 50 noch kein Alteisen
Rodenkirchen. Für die Montage von Fenstern und Türen, für Lager und Logistik oder für die Produktion: Die Bau- und Möbeltischlerei Günther Harde benötigte wegen der Auftragslage weiteres Personal. Doch weil Fachkräfte nicht zu bekommen waren, ließ das Jobcenter Langzeitarbeitlose qualifizieren. Mehrere haben jetzt einen festen Job. Zwei sind 50 Jahre und älter. Von Christian Heske
Derzeit beschäftigt Tischlereiinhaber Stefan Pieperjohanns 40 Mitarbeiter. „Doch wenn sich das Geschäft im Neubau- und Sanierungsbereich so weiterentwickelt, dann haben wir weiteren Personalbedarf“, sagt er. Der Betrieb bildet selbst aus und hat bisher jeden Lehrling übernommen. „Ansonsten ist es ein Problem, qualifizierte Mitarbeiter zu finden“, sagt der Tischlermeister.
Der Fachkräftemangel sei in vielen Handwerksberufen spürbar. „Klassische Tischler sind auf dem Arbeitsmarkt nicht zu bekommen“, berichtet Udo Witpeerd vom Arbeitgeberservice des Jobcenters Wesermarsch. Dieses betreut Langzeitarbeitslose aus dem Leistungsbereich SGB II (Hartz IV).
Qualifizierung vereinbart
Zunächst habe man probiert, ungelernte Produktionshelfer oder Arbeitslose, die einmal andere Berufe erlernt haben, in der Tischlerei einzusetzen. „Das hat aber nur teilweise geklappt“, sagt Udo Witpeerd. Aus diesem Grund verständigten sich Arbeitgeber, Jobcenter und die Qualifizierungsgesellschaft Zeit & Service des Landkreises auf eine über das Jobcenter finanzierte Qualifizierungsmaßnahme. Die Tischlerei sagte zu, Personal fest zu übernehmen.
Insgesamt elf Langzeitarbeitslose, die überwiegend über keinen Berufsabschluss verfügten oder bereits lange nicht mehr in ihrem Beruf gearbeitet hatten, erhielten in der Werkhalle 21 in Brake eine fachpraktische Ausbildung. „Das Qualifizierungsmodul bestand aus einer Kombination aus Theorie und Praxis“, sagt Heinz May, Geschäftsführer von Zeit & Service. Bewusst mit ins Boot geholt wurden mehrere Arbeitslose, die bereits 50 Jahre oder älter sind. Im Rahmen des Bundesprogramms Perspektive 50plus habe das Jobcenter zwei Arbeitsvermittler bekommen, die sich ausschließlich um Ältere kümmern, erläutert Henning Jürgens. Er ist beim Jobcenter Teamleiter für Markt und Integration.
Die sechswöchige Fortbildung verbucht das Jobcenter als Erfolg: Bereits während der Qualifizierungsmaßnahme wechselten zwei der elf Teilnehmer in feste Beschäftigungsverhältnisse. Nach Abschluss übernahm Stefan Pieperjohanns weitere vier. Eine längere Zeit der Arbeitslosigkeit endete damit auch für den 50-jährigen Hans Götz und für den 53-jährigen Hermann Wanninger.
Keine Einzelfälle: Allein in der Wesermarsch konnten nach Angaben des Jobcenters im vergangenen Jahr 105 Arbeitslosengeld-II-Bezieher, die bereits über 50 Jahre alt waren, eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufnehmen. In diesem Jahr waren es bis Ende Juli bereits 95 Personen.
Perspektive 50plus
Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in Regionen – ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Mittlerweile sind 95 Prozent aller Grundsicherungsstellen beteiligt. In der Jade-Weser-Region haben sich die Jobcenter Wesermarsch, Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund zusammengeschlossen, um gemeinsam mit regionalen Partnern die nachhaltige Integration älterer Bewerber in den ersten Arbeitsmarkt zu fördern.
Artikel vom 01.10.11 - 12:00 Uhr
Kreiszeitung Wesermarsch
2011-05-17
„Förderscheck Ü50“ für ältere Arbeitslose
Wenn es über die 50 geht, ist es leider trotz zunehmenden Fachkräftemangels für ältere Arbeitslose immer noch oft ein ganz langer und steiniger Weg bis zu einem neuen Arbeitsplatz.
Das Jobcenter Wittmund hat mit den Partnern in Friesland, Wilhelmshaven und der Wesermarsch mit den Mitteln des Bundesprogramms „Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen" einen „Förderscheck Ü50“ entwickelt. [Ganze Meldung]
2010-12-07
Beschäftigungspakt hilft Älteren zurück in den Arbeitsmarkt
Viele ältere Arbeitslose sind motiviert und qualifiziert, begegnen bei der Suche einer neuen Beschäftigung aber vielfach Vorbehalten. Alleine auf Grund des Alters scheitern oftmals die eigenen Bemühungen. Hat man dann auch noch durch die anhaltende Arbeitslosigkeit den Anschluss verloren, wird der Wiedereinstieg noch schwieriger.
Arbeitslosen Beziehern von Arbeitslosengeld 2 gezielte und auf den Einzelfall abgestimmte Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg zu bieten, hat sich der Beschäftigungspakt Jade Weser Region zum Ziel gesetzt. Im Pakt arbeiten die Jobcenter Wilhelmshaven und Friesland, die Agenturen für Arbeit in der Wesermarsch und das Zentrum für Arbeitsvermittlung und Grundsicherung in Wittmund zusammen.
An allen Standorten der Paktpartner wurden spezielle Teams zur Betreuung von langzeitarbeitslosen Menschen ab 49 Jahren gebildet, die regionsübergreifend auch mit neuen Wegen gemeinsam mit den Betroffenen die Integration in den ersten Arbeitsmarkt erreichen wollen.
Angesichts der demografischen Entwicklung sollten auch die Unternehmen den Personenkreis der Älteren wieder stärker bei der Personalrekrutierung berücksichtigen. Erfahrungswissen, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und hinreichend Lebenserfahrung bringen diese Bewerberinnen und Bewerber jedenfalls mit. Betriebliche Praktika bieten Möglichkeiten zum kennenlernen, fehlende Kenntnisse können über Eingliederungszuschüsse ausgeglichen werden.
Die ersten nahezu 100 Integrationen bestätigen den Ansatz des Projektes, das mit mehr als zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.
Interessierte Unternehmen erfahren unter Telefonnummer 0 44 21-2 98-75 20 mehr zu diesem Programm und den Förderungsmöglichkeiten.


